Was ist im Trauerfall zu tun?

Bei einem Sterbefall in der Wohnung benachrichtigen Sie bitte sofort den Hausarzt oder den kassen­ärztlichen Bereitschafts­dienst 03381 - 116117 bzw. die Rettungs­leitstelle 112. Der Arzt stellt den Tod fest und händigt den Angehörigen den Toten­schein aus. Halten Sie dazu bitte den Personal­ausweis des Verstorbenen bereit. Bei einem Sterbefall im Kranken­haus, Alten- oder Pflege­heim regelt deren Verwaltung die unmittelbar notwendigen Maßnahmen. Danach sollten Sie sich mit uns in Verbindung setzen. Um die Über­führung und Abholung zu jeder Tages- und Nachtzeit und die spätere Bestattung kümmern wir uns. Wir sind jederzeit unter der Telefon­nummer 03381 - 25250 erreichbar. Eine Bestattung wird von uns auch dann durchgeführt, wenn die Überführung durch ein anderes Bestattungs­unter­nehmen erfolgt ist. Wir setzen uns dann mit den entsprechenden Stellen in Verbindung.

Sie können das Bestattungs­unter­nehmen völlig frei wählen, unter welchen Umständen oder wo auch immer der Trauerfall eingetreten ist.

Benötigte Dokumente
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Geburtsurkunde (nur bei Ledigen)
  • Stammbuch der Familie oder Heiratsurkunde
  • Sterbeurkunde / Todeserklärung des zuvor verstorbenen Ehegatten
  • Scheidungsurteil mit Termin des Inkrafttretens und Aktenzeichen
  • Letzter Rentenanpassungsbescheid
  • Versichertenkarte der Krankenkasse
  • Bankverbindung für Vorschusszahlung mit IBAN-Nr. und BIC-Code
  • Urkunde über das Nutzungsrecht an einer Grabstelle
  • Versicherungspolicen

Wir erledigen für Sie auf Wunsch alle notwendigen Formalitäten und Behördengänge.

Weitere Organisation

Bei der Organisation der Trauerfeier sind mehrere Punkte zu beachten. In Vor­gesprächen legen wir mit Ihnen den Umfang und den Ablauf der Trauerfeier fest. Auf dieser Basis unter­stützen wir Sie oder über­nehmen für Sie die komplette Vorbereitung und Durch­führung. Dazu zählen die Trauer­druck­sachen, die entweder nach professionellen Vorlagen oder nach Ihren Vorschlägen von uns gestaltet und hergestellt werden. Auch beim Blumen­schmuck gibt es eine große Band­breite von Möglich­keiten, aus denen Sie eine Auswahl treffen. Für die Ansprache bei der Trauer­feier vermitteln wir auf Ihren Wunsch hin außerdem Pastoren oder weltliche Redner. Gerne beraten wir Sie auch bei der Auswahl der Musik und vermitteln Ihnen dafür professionelle Musiker. Wir helfen Ihnen darüber hinaus ganz individuell bei weiteren organisatorischen Dingen – sprechen Sie uns dazu einfach vertrauensvoll an.

Innehalten beim Abschied

Die Angehörigen nutzen gerne die Möglichkeit, sich in unseren Abschieds­räumen von dem Verstorbenen persönlich zu verab­schieden. Das kann am offenen oder geschlossenen Sarg oder an der Urne geschehen. Diese Momente des Inne­haltens dienen der Andacht und der persön­lichen Einkehr. Sie helfen den Hinter­bliebenen, die Trauer zu bewältigen und Kraft für die eigene Zukunft zu sammeln.

Die Trauerfeier mitgestalten

Sie können als Angehörige natürlich auch selbst an der Gestaltung der Trauer­feier mitwirken. Viele Menschen schöpfen daraus Kraft für die Bewäl­tigung ihrer Trauer. Dafür bietet sich zum Beispiel das gemeinsame Vorbereiten und Schmücken der Kapelle an. Möglich sind auch Bilder­projektionen aus dem Leben der Verstorbenen, die Musik­auswahl und vieles mehr. Sehr gerne besprechen wir Ihre Ideen ausführlich und in Ruhe mit Ihnen.

Phasen der Trauer

Jeder Mensch erlebt und bewältigt seine Trauer anders. Das hängt von der eigenen Persön­lich­keit und der Beziehung zum Verstorbenen ab. Allen gemeinsam ist aber eine tiefe Betroffenheit, die in vier Phasen verläuft:

1. Das Nicht-Wahrhaben-Wollen
Am Anfang ist das Trauergefühl von Gefühlen der Leere, der Empfindungs- und Sinn­losigkeit gekennzeichnet. Dagegen helfen alltägliche Tätig­keiten, um vorübergehend für Ablenkung zu sorgen.

2. Aufbrechende Emotionen
Der Schmerz über den Verlust kennt viele Formen, die von Wut und Zorn über Angst und Ohnmacht bis hin zu extremer Traurigkeit und Verzweiflung reichen. Es gilt, diese Gefühle zuzulassen, da sie für die Bewältigung der Trauer wichtig sind.

3. Suche, Trennungsangst, Desorientierung
Einsamkeit, Verzweiflung, Hilflosigkeit und Apathie lähmen den trauernden Menschen. In dieser Zeit wird von allen Beteiligten viel Geduld und die Bereitschaft zu offenen und einfühlsamen Gesprächen verlangt.

4. Neuer Selbstbezug und Rückkehr in den Alltag
Die eigene Person rückt allmählich wieder in den Mittel­punkt. Das alltägliche Leben bekommt wieder einen Sinn. Gefühle der Erleichterung und der Freude werden neu erlebt. Die Persön­lich­keit festigt sich wieder und die Trauer weicht allmählich der Rationalität.

Quelle: Verena Karst

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