Das Tor zu gemeinsamen Erinnerungen

Trauer teilen tröstet und hilft! Hier im Gedenkportal stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, wie Sie einen lieben Verstorbenen ehren und gemeinsam mit anderen die Erinnerungen an ihn lebendig halten können. Der Inhaber der Seite erhält bei jedem neuen Beitrag eine Nachricht und entscheidet, ob dieser dauerhaft sichtbar bleibt. Folgende Funktionen können Sie nutzen:

Zur Person

Schreiben Sie hier biographische Stichpunkte, kleine Anekdoten oder charakteristische Merkmale des Verstorbenen auf und machen Sie so die wichtigsten Facetten seines Lebens sichtbar.

Kerzen

Zeigen Sie Ihre Verbundenheit mit dem Verstorbenen und zünden Sie eine virtuelle Kerze für ihn an. Dabei hinterlassen Sie ihm mit ein paar Worten des Abschieds oder der Erinnerung einen bleibenden liebevollen Gruß. Diese Funktion können Sie beliebig oft nutzen.

Kondolenzbuch

Richten Sie im Kondolenzbuch jederzeit persönliche Gedanken, Erinnerungen und Wünsche an die Hinterbliebenen.

Album

Erstellen Sie zusammen mit anderen Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten ein umfassendes virtuelles Album aus Erinnerungsfotos und Texten, teilen Sie dieses mit Ihren Lieben.

Social-Media-Anbindung

Jede Gedenkseite können Sie auf Facebook, Twitter und Google+ Freunden und Bekannten veröffentlichen.

Formalitätenportal und digitaler Nachlass

Zu den Formalitäten, bei denen wir Sie entlasten können, gehören traditionell Abmeldungen bei Versicherungen, Renten­kassen usw. Auf Wunsch können wir aber noch mehr für Sie tun: Die Regelung des digitalen Nachlasses über unser „Online-Schutzpaket“ beinhaltet die Deaktivierung von Social-Media-Profilen, die zuverlässige und diskrete Kündigung von Konten bei Internet-Versand­häusern und Online-Diensten und sogar das Auffinden und Sichern von Online-Guthaben. Dabei können Sie über unser Formalitäten-Portal jederzeit den aktuellen Status einsehen.

Hier geht es zum Informationsvideo „Digitaler Nachlass“.

Formalitätenportal

Trauerratgeber

1. Allgemeine Hinweise
Lassen Sie sich nicht verunsichern

Etwas Tröstliches vorweg: Der Tod ist ein schwieriges und sensibles Thema für alle Menschen. Jeder Sterbe­fall bringt sowohl die nächsten Angehörigen als auch das weitere Umfeld des Verstorbenen in eine ungewohnte Situation, die häufig von Unsicherheit und Angst geprägt ist. Niemand kann genau sagen, was richtig oder falsch ist, und jeder Trauernde empfindet anders. Grund­sätz­lich geht es darum, das maßvolle Verhältnis zwischen Rücksicht­nahme und Anteil­nahme zu finden.

Wir haben für Sie einige Informationen zusammen­gestellt, die Ihnen in dieser Situation nützlich sein sollen. Auf manche Fragen gibt es zwar keine eindeutigen Antworten, aber zumindest eine Orientierung­shilfe. In jedem Fall ist auch die Intuition ein guter Rat­geber und im Zweifel sollten Sie lieber nachfragen als schweigen. Wenn man nicht weiß, wie man sich verhalten soll, ist Authentizität und Mut gefragt. Rückzug und Verdrängung dagegen wären der falsche Weg.

2. Fragen im Trauerfall
Fragen Sie alles, was Sie bewegt

Es ist vollkommen normal, dass bei einem Trauerfall viele Fragen auftauchen. Lassen Sie sich ausführlich von uns beraten und sprechen Sie dabei unbedingt alles an, was Ihnen auf dem Herzen liegt. Wissen beruhigt und erweitert Ihren Handlungs­spiel­raum. Häufige Fragen von Hinter­bliebenen sind z. B.:

Wie lange darf ich bei einem Todesfall den Verstorbenen noch zu Hause behalten?
Laut Gesetz ist es in unserem Bundesland erlaubt, einen Leichnam bis zu zu 24 Stunden nach Eintritt des Todes zu Hause zu behalten und ihn dort auch aufbahren zu lassen. Die dafür notwendigen hygienischen Maßnahmen und die Formalitäten übernehmen wir gerne für Sie.

Kann die Urne des Verstorbenen bei mir im Wohnzimmer verbleiben?
Das ist in Deutschland leider nicht erlaubt. Sie dürfen die Urne weder im Wohn­zimmer behalten noch im Garten beisetzen. Neben einer Beisetzung der Urne auf dem Friedhof kommen aber auch andere Bestattungs­arten wie z. B. die See­bestattung, eine Baum­bestattung oder das Verstreuen der Asche auf dafür vorgesehenen Streu­wiesen infrage.

Wie kann ich den Wunsch des Verstorbenen nach Spenden statt Blumen umsetzen?
Gerne helfen wir Ihnen, diesem letzten ehren­vollen Wunsch zu entsprechen: Wir richten ein Spenden­konto dafür ein und setzen den Spenden­aufruf in die Trauer­anzeige. Natürlich listen wir Ihnen am Schluss alle Zahlungs­eingänge auf und über­weisen Ihnen den Gesamtbetrag.

Kann ich die Kosten für eine Bestattung vorher genau abschätzen?
Natürlich bekommen Sie von uns vor der Bestattung eine detaillierte Schätzung, mit welcher Summe Sie rechnen müssen. Da sich jedoch vor allem die Fremdkosten z. B. für Blumen, Musiker oder Trauer­redner nicht immer genau vorhersagen lassen, können wir moderate Abweichungen aber nicht völlig ausschließen.

3. Umgang mit der eigenen Trauer
Haben Sie Geduld mit sich und anderen

Wenn Sie einen geliebten Menschen verloren haben, ist es wichtig, Geduld zu haben, den Schmerz zuzulassen und Unter­stützung einzufordern. Ordnen Sie in Ruhe Ihre Gedanken und Gefühle und lassen Sie Ihrer Trauer Raum. Erwarten Sie nicht zu viel von sich und sagen Sie Ihren Mitmenschen, was Sie sich wünschen. Andere wissen vielleicht nicht, wie sie sich Ihnen gegen­über verhalten sollen, und trauen sich deshalb nicht, auf Sie zuzugehen. Vor allem in der Zeit nach der Beerdigung tut es aber gut, mit anderen in Kontakt zu bleiben. Nicht zu vergessen: Versuchen Sie bei allem Schmerz, sich auch mal etwas Gutes zu tun.

Falls Sie das Gefühl haben, dass der Schmerz Sie dauerhaft betäubt und Ihnen der Weg zurück ins Leben zu schwer fällt, holen Sie sich bitte professionelle Hilfe. Es ist ein Zeichen von Stärke, wenn Sie Hilfe annehmen und gut für sich sorgen.

Eine besondere Situation ist ein Sterbefall übrigens auch für die, die selbst mittrauern und gleich­zeitig trösten müssen, z. B. wenn ein Elternteil stirbt: Es ist nicht leicht, dann für den anderen Elternteil da zu sein und gleich­zeitig mit der eigenen Trauer umzugehen. Gestehen Sie sich in diesem Fall bitte das Recht zu, nicht immer nur funktionieren zu müssen, und beanspruchen Sie auch Verständnis für sich selbst.

4. Taktvoll kondolieren
Wählen Sie Ihre Worte mit Bedacht

Es ist eine gute Sitte, Trauernden seine persön­liche Anteil­nahme auszudrücken. Für die Form des Kondolierens ist das Verhältnis zu den trauernden Angehörigen entscheidend: Entfernte Bekannte wählen meist die Schriftform, enge Freunde suchen eher den persönlichen Kontakt. Sein Beileid auszusprechen ist keine leichte Aufgabe, aber mit den folgenden Hinweisen finden Sie sicher die richtigen Worte:

Beim mündlichen Kondolieren verlassen Sie sich am besten auf Ihre innere Stimme. Wenn Sie so gar nicht wissen, was Sie sagen sollen, können Sie das auch ganz direkt formulieren: Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Außerdem gilt: Blicke und vorsichtige Berührungen können auch trösten! Achten Sie aber darauf, welche körper­sprachlichen Signale Ihnen Ihr Gegenüber gibt.

Wenn Sie in Schriftform kondolieren, schreiben Sie am besten von Hand mit Tinte auf schlichtem weißen Papier oder einer selbst­gestalteten Trauer­karte (schöne schlichte Vorlagen finden Sie hier). Ein Brief bietet natürlich mehr Platz und wird eher aufbewahrt als eine Karte. Natürlich gibt es auch vorgefertigte Trauer­karten aus dem Handel, die allerdings etwas unpersönlich wirken können, wenn Sie den Angehörigen nahestehen.

Formulieren Sie zwei, drei persönliche Sätze, wobei Sie neben der Anteil­nahme auch auf die Situation der Hinter­bliebenen oder die Umstände des Todes eingehen können. Wichtig ist, dass Sie nichts relativieren, z. B. durch nur scheinbar tröstende Floskeln wie „Das wird schon wieder“ oder „Du hast ja noch andere Kinder“. Beweisen Sie Ihr Einfühlungs­vermögen durch sehr bewusst gewählte Worte, die nicht verletzend wirken können. Auch Gedichte, Zitate oder Trauer­sprüche sollten Sie nur verwenden, wenn Sie wirklich passen (das gilt insbesondere für religiöse Inhalte). Im Ideal­fall überreichen Sie Kondolenz­briefe persönlich. Außerdem gilt: Auch Blicke und behutsame Berührungen können trösten!

Eine schriftliche Kondolenz ist in etwa so aufgebaut:

Persönliche Anrede

Formulierung des Beileids, z. B.:

  • Wir können immer noch nicht fassen, dass … uns für immer verlassen hat.
  • Zum Tode Ihres … sprechen wir Ihnen unser tiefes Mitgefühl aus.
  • Ich bin tief betroffen und spreche Dir und Deiner Familie meine aufrichtige Anteilnahme zum Tode Deines lieben … aus.
  • Mit Bestürzung habe ich vom Tod Eurer Mutter … erfahren.

Würdigung des Verstorbenen, z. B.:

  • In all den Jahren unserer Zusammenarbeit haben wir seine herzliche Art und seine fachliche Kompetenz geschätzt.
  • Viele Menschen werden sich dankbar und liebevoll an sie erinnern.
  • Alle, die sie kannten, schätzten besonders ihre …
  • Er war ein guter Freund, ich werde ihn nicht vergessen.
  • Ich werde Ihrem Vater ein ehrendes Andenken bewahren.

Gute Wünsche und Hilfsangebote, z. B.:

  • Ich wünsche Ihnen all die Kraft, die Sie jetzt brauchen, um das Leben allein zu meistern.
  • Ich werde alles tun, um Dich auf deinem Weg zu unterstützen.
  • Wir sind immer für Dich und die Kinder da.
  • Bitte sag uns, wie wir Dir zur Seite stehen können.

Abschiedsformulierung

  • Ich bin sehr traurig und in Gedanken bei Dir/Euch.
  • Sei umarmt.
  • Mit stillem Gruß.
  • Wir trauern mit Ihnen.
  • In tiefer Trauer und innigem Mitgefühl.

Weitere Beispiele finden Siein unserem Ratgeber für Beildeidsschreiben.

5. Verhalten bei der Trauerfeier
Tragen Sie stilvoll Trauer

Die Farbe Schwarz ist seit jeher ein Symbol für Trauer und Einsamkeit und damit noch heute die Farbe der Wahl bei der Kleider­frage bei einer Beerdigung. Entferntere Freunde und Bekannte können auch Dunkel­blau oder Dunkel­grau tragen, Dunkel­braun ist dagegen nicht empfehlens­wert. Kinder brauchen keine schwarze Kleidung, sollten aber auch nicht in knalligen Farben angezogen sein.

Der Kleidungsstil ist in der Regel eher festlich – Männer erscheinen am besten im Anzug mit Hemd und Krawatte und auf jeden Fall ohne Kopf­bedeckung. Für Frauen ist ein knie­langes Kostüm, ein lang­ärmeliges Kleid oder ein Hosen­anzug eine gute Wahl. Dezenz ist gefragt: kurze Ärmel, kurze Röcke, große Ausschnitte und nackte Beine (ohne Fein­strumpf­hose) sind ebenso wie schriller Schmuck, ein auffälliges Make-up oder aufdringliches Parfum nicht empfehlens­wert. Auf Wunsch können Frauen auch einen Hut oder eine leicht getönte Brille tragen.

Allerdings zeichnet sich in letzter Zeit durch den Wandel der Trauer­kultur ein Trend in der Kleider­frage ab: Die Konventionen lockern sich und besonders immer mehr junge Menschen wünschen sich helle Kleidung bei einer Trauer­feier, um dem Schmerz etwas Tröstliches entgegen­zu­setzen. Einem solchen Wunsch ist natürlich unbedingt zu entsprechen.

6. Trauernden zur Seite stehen
Sehen Sie den Abschied als Anfang

Was viele nicht wissen: Nach der Bestattung beginnt für die Hinter­bliebenen erst die eigentliche Trauer­arbeit. Vorher gab es meist viel Ablenkung durch die Organisation der Trauerfeier und die vielen Entscheidungen, die getroffen werden mussten. Nun brauchen die Betroffenen besondere Zuwendung, denn Sie haben den Kontakt zu sich selbst verloren und sind sehr verletzbar. Aus Scham reagieren viele mit Rückzug, obwohl sie eigentlich Nähe bräuchten. So können Sie Trauernden helfen, sich selbst und ihre Bedürfnisse wieder wahrzunehmen:

  • Signalisieren Sie Gesprächsbereitschaft.
  • Hören Sie zu und zeigen Sie echtes Interesse.
  • Fragen Sie, wie Sie helfen können.
  • Versuchen Sie vorsichtig über Berührung Kontakt herzustellen.
  • Geben Sie Ihre eigene Unsicherheit offen zu.
  • Respektieren Sie den Wunsch, allein zu sein, aber bleiben Sie dran.
  • Ertragen Sie auch ungewöhnliche Reaktionen und heftige Gefühle.
  • Animieren Sie zu einem geregelten Tagesablauf.
  • Pflegen Sie gemeinsame Rituale.
  • Haben Sie Geduld.

Nur wenn Sie beim Trauernden ernste Anzeichen für einen stagnierenden Trauerprozess beobachten, wie z. B. dauerhafte Depressionen, starke körperliche Schwäche oder Suchtgefahr, sollten Sie dringend professionelle Hilfe hinzuziehen.

7. Der Trauerprozess
Geben Sie der Trauer Zeit

Jeder Mensch erlebt und bewältigt seine Trauer anders, je nach Persön­lich­keit, der Beziehung zum Verstorbenen und der Lebens­situation. Allen gemeinsam ist aber eine tiefe Betroffenheit, die in einem Prozess sehr unter­schied­liche Gefühls­zustände hervorruft. Oft gehört nach dem anfänglichen Schock das Verleugnen des Verlustes dazu. Viele erleben auch ein Gefühl der Leere und Empfindungslosigkeit.

Wenn der Tod endgültig akzeptiert wird, brechen durch den Schmerz wiederum verschiedene Emotionen auf, die von Wut und Zorn über Angst und Ohn­macht bis hin zu extremer Traurig­keit und Verzweiflung reichen können. Es ist gut, diese Gefühle zuzulassen, weil sie für die Bewältigung der Trauer wichtig sind.

Besonders nach der Beerdigung werden viele trauernde Menschen durch Einsamkeit, Hilf­losig­keit und Apathie gelähmt. Körperliche Symptome dafür sind zum Beispiel Appetit- oder Schlaf­störungen und extreme Kraft­losigkeit. Fast immer rücken aber allmählich die eigene Person und das alltägliche Leben allmählich wieder in den Mittelpunkt.

Ganz gleich, wie der individuelle Trauer­prozess bei jedem Einzelnen aussieht – immer wird von allen Beteiligten viel Geduld und die Bereit­schaft zu offenen und einfühl­samen Gesprächen verlangt. Mit der Einsicht, dass es „den typischen Normalfall“ hier gar nicht gibt, ist schon viel gewonnen.

8. Trauern im Netz
Erinnern Sie sich gemeinsam auf Online-Gedenkseiten

Gerade in der ersten Zeit nach der Bestattung hilft es Trauernden sehr, ihre Erinnerungen an den Verstorbenen mit anderen zu teilen. Immer häufiger geschieht dies auf persönlichen Online-Gedenkseiten in sogenannten Gedenk­portalen. Auf diesen für jeden Verstorbenen individuell eingerichteten Seiten kann man zu jeder Zeit und an jedem Ort der Welt ein Zeichen des Erinnerns setzen – zum Beispiel eine virtuelle Kerze entzünden, ein Foto hochladen, eine Anekdote aus dem gemeinsamen Leben festhalten oder den Angehörigen kondolieren. So entsteht aus vielen Details ein liebevolles Porträt, das den Verstorbenen in Ehren hält.

Online-Gedenkseiten sind noch ein relativ neues Medium, das sich kontinuierlich weiter­entwickelt und bei dem es je nach Portal unter­schied­liche ergänzende Funktionen gibt. So kann man beispiels­weise auf einigen Geden­kseiten auch die Lieblings­musik des Verstorbenen hochladen, ein eigenes Fotobuch zusammen­stellen und drucken lassen oder auch besondre Erinnerungs­stücke bestellen.

Behalten Sie den persönlichen Kontakt im Blick.

Die unterschiedliche Funktionalität dieser Seiten ist aber gar nicht ausschlag­gebend – das Wichtigste ist das gemeinsame Erinnern als wirksames Mittel gegen den Schmerz. Insbesondere der viel­fältige tröstliche Zuspruch aus dem Freundes- und Familien­kreis sowie das öffentlich sichtbare In-Erinnerung-Bleiben des Verstorbenen geben den Hinter­bleibenen meist sehr viel Kraft. Auch das Erleben, wie viele Menschen den Verlust als ebenso schmerzlich empfinden, kann Trost spenden.

Auch den mitfühlenden Menschen im Umfeld eines Trauernden kann diese neue Form der Trauer­begleitung helfen: Vielen fällt es heute schwer, im Angesicht von Tod und Trauer die richtigen Worte zu finden oder überhaupt Kontakt aufzunehmen. Hier bieten Gedenk­seiten eine gute Möglichkeit, Gesprächs- und Hilfs­bereitschaft zu signalisieren, ohne vielleicht den falschen Moment zu erwischen. Dies gilt insbesondere in der Zeit nach der Bestattung, wenn für die nächsten Angehörigen die eigent­liche Trauerarbeit oft erst beginnt.

Bitte beachten Sie aber, dass das gemeinsame Trauern im Internet den persön­lichen Kontakt nicht ersetzen kann! Das vertraute Gespräch, Zeichen echter Anteilnahme und liebe­volle Gesten bleiben auch weiterhin die wichtigsten Aufgaben im Umfeld derer, die einen geliebten Menschen verloren haben.

Trauerdruck

Wir organisieren für Sie den Entwurf und den Druck von Trauer­druck­sachen und Dank­sagungen in eigener Herstellung. Sie können dafür aus vielen Mustern und Vorlagen auswählen, aber selbst­verständ­lich auch eigene Vorstellungen, Texte und Bilder einbringen. Ebenso schalten wir für Sie individuelle Trauer­anzeigen und Dank­sagungen in den örtlichen Zeitungen. Zur leichteren Erfassung und Über­mittlung der Versand­adressen stellen wir Ihnen kostenfrei eine Eingabe­hilfe zur Verfügung, die Straßen­namen und Postleit­zahlen automatisch vervollständigt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen diesen Service nur zur Verfügung stellen können, wenn Sie mit uns bestatten oder eine Vorsorge abschließen.

Für weitere Informationen, sprechen Sie uns gerne an!

Trauermusik

Die musikalische Untermalung beeinflusst ganz wesentlich die Atmosphäre einer Trauer­feier. Dabei ist jede Stilrichtung erlaubt – wichtig und richtig ist immer das, was Ihnen hilft, das Andenken an einen geliebten Menschen in Ehren zu halten! Für die Zusammen­stellung der für Sie passenden Stücke stellen wir Ihnen kostenfrei unsere Musik­datenbank mit über 1.300 Titeln zur Verfügung, in der Sie mit uns gemeinsam oder von zu Hause aus stöbern können. Selbst­verständ­lich können Sie darüber hinaus auch eigene Vorschläge machen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen diesen Service nur zur Verfügung stellen können, wenn Sie mit uns bestatten oder eine Vorsorge abschließen.

Für weitere Informationen, sprechen Sie uns gerne an!

Sagen Sie es durch die Blume

In der Trauerfloristik symbolisiert nicht nur die runde Kranz­form durch das Fehlen von Anfang und Ende die Ewigkeit und Unvergäng­lich­keit. Auch viele Blumen­sorten werden mit bestimmten Eigen­schaften in Verbindung gebracht, die etwas über die Persön­lich­keit eines Verstorbenen oder die Gefühle des Trauernden aussagen können. Zwar sind bei der Blumen­wahl für Kränze, Sarg- oder Urnen­schmuck und Grab­bepflanzung meist die eigenen Vorlieben oder die des Verstorbenen ausschlag­gebend, dennoch lohnt sich ein Blick auf den Symbol­charakter der einzelnen Arten: So weiß man, was ohne Worte bei der Trauer­feier oder am Grab zum Ausdruck gebracht wird.

Bitte beachten Sie: Die folgende Liste dient lediglich der groben Orientierung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Allgemein­gültigkeit. Im Zweifel fragen Sie bitte einen erfahrenen Trauerfloristen.

Fragen & Antworten

In der Regel übernehmen wir im Trauerfall folgende Leistungen:

Unsere geschulten Mitarbeiter über­führen und pflegen den Verstorbenen und bahren ihn auf, wenn sich jemand verabschieden möchte. Außerdem liefern wir Sarg und Urne und alles, was in diesem Zusammen­hang gewünscht wird. Dabei behalten die Kosten im Blick und beraten auch dies­bezüglich jederzeit umfassend – gerne auch bei Ihnen zu Hause. Darüber hinaus holen wir den Toten­schein ein, prüfen diesen, beantragen die Sterbe­urkunden und informieren das Einwohner­meldeamt. Wir klären die Termin­absprachen hinsichtlich der Trauer­feier und stellen den Kontakt zum zuständigen Pastor oder einem Trauer­redner her. Schließlich beraten wir bei der Wahl des Grabes, regeln alles, was auf dem Friedhof geschehen soll und behalten die Abläufe im Blick. Selbst­verständ­lich kümmern wir uns auch um die Musik­wünsche, bestellen bei Bedarf die Blumen und schalten die Trauer­anzeige. Trauer­briefe werden von uns gedruckt und versandt. Wir schreiben überdies an Kranken­kasse, Renten­stelle, Versicherungen, Gewerk­schaften sowie Arbeitgeber und erfragen die Ansprüche. Auch die Verträge bzw. Vertrags­änderungen für Rund­funk, Fern­sehen und Telefon­anschluss regeln wir gern.

Wo Angehörige Dinge selbst regeln möchten, machen wir das möglich. Wo Angehörige über die Bestattung hinaus Hilfe benötigen, die wir nicht leisten können, vermitteln wir gerne entsprechende Kontakte.

Die Beisetzung erfolgt in einem Sarg aus biologisch abbaubarem Material – meistens aus Holz. Erdgräber werden je nach Träger der Grab­stätte und Friedhofs­ordnung als Wahl- oder Reihen­gräber angeboten. In einem Reihen­grab kann meist nur ein Verstorbener beigesetzt werden. Eine Verlängerung der Ruhe­zeit ist dabei normaler­weise nicht möglich.

Wahlgräber können ein-, zwei oder mehr­stellig sein – das bedeutet, es können ein oder mehrere Verstorbene ggf. beigesetzt werden. Häufig können auch Urnen noch nachträglich in Erd­gräbern beigesetzt werden. Üblicher­weise ist bei Wahl­gräbern auch eine Verlängerung der Ruhe­zeit möglich.

Zweistellige Wahlgräber werden oft auch „Doppel­gräber“ genannt. Sie werden vorwiegend für Ehe­paare gewählt, um ihnen Gemein­sam­keit über den Tod hinaus zu ermöglichen. Die Ruhe­zeit bei Einzel- oder Doppel­gräbern beträgt in Branden­burg an der Havel in der Regel 25 Jahre.

Gerade Menschen, die an der Küste leben, ihren Urlaub besonders gerne an der See verbracht haben, sich dem Meer durch Wasser­sport oder den Arbeits­platz besonders verbunden fühlen, wünschen sich immer häufiger eine See­bestattung. Andere wiederum bevorzugen die See­bestattung, weil Folge­kosten wie Friedhofs­gebühren, Kosten für Grab­stein und Grab­stätte sowie für deren Pflege entfallen.

Meistens geht der See­bestattung, die nur als Urnen-Seebestattung möglich ist, eine Trauer­ feier am Sarg voraus. Nach der Ein­äscherung über­bringen wir die Urne an die See­bestattungs­reederei. Die Beisetzung auf hoher See kann durch die Angehörigen begleitet werden oder auch in aller Stille erfolgen.

Unter Wasser löst sich die Urne auf, so dass sich die Asche unmittelbar mit Meer verteilt – für viele Angehörige eine tröstliche Vorstellung.

Die gesamte Organisation bis zur Urnen­beisetzung kann von uns, teil­weise auch durch die Familie, über­nommen werden. Entgegen einer weit verbreiteten Annahme ist eine See­bestattung keine kost­spielige Angelegenheit, sondern preislich mit der klassischen Urnen­bestattung vergleichbar.

Menschen suchen neue Wege im Umgang mit Tod und Trauer. Sie wollen ihren eigenen Vor­stellungen über den Tod hinaus Geltung verschaffen und Art und Gestaltung ihrer letzten Ruhe­stätte möglichst frei selbst wählen. Eine neue Form der Natur­bestattung bieten FriedWald®, Ruheforst®, Ruhewald und einige weitere Institutionen: Die Urne mit der Asche des Verstorbenen wird dabei an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt. Es handelt es sich um weitgehend natur­belassene Wald­stücke, der konkrete Baum wird gemein­sam mit dem Förster ausgesucht.

Auch hier geht der Urnen­beisetzung häufig eine Trauer­feier voraus. Und auch hier kann die gesamte Organisation bis zur Beisetzung in unseren Händen bleiben oder auch teil­weise durch die Familie geregelt werden.

In der Regel kann ein Verstorbener ganz normal angefasst werden, sodass die Familie durchaus das Ein­kleiden und Ein­betten eines Verstorbenen über­nehmen oder dabei helfen kann. Eine Ausnahme bilden melde­pflichtige Krank­heiten oder andere Umstände, in denen von dem Verstorbenen Gefahren ausgehen. In einem solchen Fall würden die Angehörigen vom behan­delnden Arzt bzw. von dem Arzt, der den Toten­schein ausstellt, über notwendige Schutz­maßnahmen informiert.

„Leichengift“ gibt es in diesem Sinne nicht. Allerdings werden bei einsetzender Autolyse (Verwesung) Keime gebildet und frei­gesetzt, die sich auf die Lebenden über­tragen könnten. Daher sollte man immer so mit Verstorbenen umgehen, dass eine Über­tragung dieser Keime weitest­gehend ausgeschlossen wird. Sofern keine melde­pflichtige Krank­heit vorliegt, sind hierbei aber normale Hygiene­vorkehrungen als Schutz ausreichend.

Verstorbene Menschen werden ganz normal bekleidet. Die Einkleidung und die Pflege des toten Menschen über­nehmen in der Regel unsere gut ausgebildeten Mitarbeiter. Da niemand von uns weiß, ob die Persön­lich­keit und die Empfindungen eines Menschen mit seinem Tod enden, werden verstorbene Damen auf Wunsch von „Frauen für Frauen“ gepflegt, bekleidet und eingebettet. Manchmal möchten auch die Angehörigen diesen letzten Dienst am Toten leisten. Gerne geben wir hierzu die nötigen Anleitungen und stehen helfend zur Seite.

Die äußerlichen Veränderungen eines Toten schreiten wesentlich lang­samer voran, als viele Menschen befürchten. In der Regel ist eine Abschied­nahme inner­halb einer Woche nach Todes­eintritt möglich. Unsere geschulten Mitarbeiter sorgen für einen guten Abschied und dafür, dass der Anblick des Verstorbenen gut in Erinnerung behalten werden kann.

Bei der Aussegnung nimmt der engste Kreis der Angehörigen am geöffneten Sarg Abschied vom Verstorbenen. Durch das Ansehen des Toten beim Aus­segnungs­gottes­dienst entsteht eine stärkere Nähe zum Verstorbenen als es bei öffent­lichen Begräbnis­feiern am geschlossenen Sarg möglich ist. Im rituellen Zentrum der Feier steht der Abschieds­segen, der durch den Pastor gegeben wird. Üblicher­weise erfolgt die Aussegnung, wenn der Verstorbene aus dem bisherigen Umfeld überführt wird.

Die Trauerfeiern für Menschen ohne Kirchen­zugehörig­keit werden in der Regel von Trauer­rednern gestaltet und begleitet. Der Redner stimmt mit den Angehörigen die Inhalte der Trauer­feier ab, kümmert sich um die musi­ka­lische Um­rahmung und verfasst die Trauer­ansprache. Auf Wunsch kann auch hier ein Gebet gesprochen werden. Weil eine Trauerfeier besonders durch die Trauer­rede in Erinnerung bleibt, planen wir diesen Punkt mit größter Sorgfalt.

Vielen trauernden Angehörigen und Freunden ist es eine große Hilfe, sich in den Tagen des Abschieds kreativ zu betätigen. Sei es, dass sie Grab­bei­gaben gestalten, bei der Dekoration der Trauer­feier mitwirken – oder eben den Sarg bzw. die Urne bemalen. Gerne stellen wir ent­sprechende Möglich­keiten zur Verfügung.

So wie es Angehörigen möglich ist, beim Ein­kleiden und Ein­betten des Verstorbenen mitzuwirken, ist es auch möglich, einen letzten Dienst zu leisten, indem man im Familien- oder Freundes­kreis den Sarg bzw. die Urne eigenhändig zum Grab trägt. Wer mit diesem Wunsch an uns heran­tritt, hat unsere vollste Unterstützung.

Ja, ohne einen Sarg ist die Einäscherung eines Verstorbenen nicht möglich. Neben ethischen und gesundheits­behörd­lichen Gründen gibt es hierfür auch einen „technischen“ Grund, denn der mensch­liche Körper würde sich ohne den Sarg nicht entzünden.

Besteht der Wunsch, können wir mit dem Krema­torium Kontakt aufnehmen und einen festen Termin für die Einäscherung vereinbaren. Die Angehörigen können dann im Moment der Einäscherung dabei sein.

Das Krematorium Brandenburg steht für einen offenen Umgang mit allen Fragen um die Ein­äscherung und bietet den Hinter­blie­benen an, bei der „Über­gabe an das Feuer“ dabei zu sein. Gerne begleiten wir Trauernde hierbei. Bei dem Ein­äscherungs­prozess selbst kann jedoch nicht zugesehen werden.

Die Einäscherung besteht aus mehreren technischen Einzel­prozessen. Das sind die Verbrennung, die Minerali­sierung und die Abkühlung. Drei Stunden nach der Übergabe des Sarges mit dem Verstorbenen an das Feuer kann die Asche in die Urne gefüllt werden.

Alles was im Leben zu der verstorbenen Person gehörte, gehört auch nach der Einäscherung zu ihr. Dem Verstorbenen wird im Rahmen der Kremierung nichts entnommen und nichts hinzugefügt.

Durch den automatisierten Ablauf einer Ein­äscherung ist ausgeschlossen, dass die Asche verschiedener nacheinander kremierter Personen miteinander vermischt wird.

Das war früher durchaus üblich und notwendig. Für die Ein­äscherung im Krema­torium hier bei uns in Branden­burg ist das Explantieren des Herz­schritt­machers allerdings nicht erforderlich.

Hinsichtlich der Gestaltung einer Trauer­anzeige gibt es grundsätzlich keine fest­ge­schriebenen Regeln. Gerne können Sie sich Anregungen in unserem Online-Gedenkportal holen. Auf Nach­frage senden wir Ihnen auch gerne Muster­anzeigen per E-Mail zu.

Die Rangfolge der bestattungs­pflichtigen Personen steht im Branden­burger Bestattungs­gesetz und lautet wie folgt:

  1. die durch Ehe oder eingetragene Lebens­partner­schaft verbundene Person,
  2. volljährige Kinder,
  3. die Eltern,
  4. volljährige Geschwister,
  5. volljährige Enkelkinder,
  6. Großeltern sowie
  7. die Person, mit der die verstorbene Person in einer auf Dauer angelegten Lebens­gemein­schaft gelebt hat.

Verbraucherschützer warnen gerne davor, dass ältere Menschen bei einer Sterbe­geld­versicherung „draufzahlen“. Zwar ist es möglich, dass ältere Menschen nach längeren Beitrags­zahlungs­jahren mehr eingezahlt haben, als im Todes­fall ausgezahlt wird. Denn die Versicherungs­gesell­schaften kalkulieren immer auch das Wagnis und das Risiko in die Prämien ein, welches natur­gemäß bei der Versicherung älterer Menschen höher ist. Anderer­seits besteht oft schon nach dem ersten Jahres­beitrag der komplette Versicherungs­schutz, ohne dass eine Gesundheits­prüfung erforderlich ist.

Deshalb sind wir der Meinung, dass eine Sterbe­geld­versicherung für viele Menschen immer noch die beste Möglich­keit ist, die Bestattungs­kosten abzusichern und anzusparen.

Die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG, Treuhand­konten an, die nur für den Bestattung­sfall vorgesehen sind. Diese Anlage­form ist sicher vor dem Zugriff von Behörden (wichtiger Aspekt, wenn Sozial­leistungen beantragt werden, weil eine Unter­bringung in einem Alten­heim ansteht). Ein solches Konto ist nur durch die vorsorgende Person selbst kündbar.

Die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG ist eine Service­einrichtung des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e.V. und unter­liegt dem strengen deutschen Aktien­recht. Im Todesfall wird das Treuhand­vermögen direkt an den Bestatter zur Erfüllung des Bestattungs­vorsorge­auftrages ausgezahlt.

Eine weitere Möglichkeit der Rücklage ist eine Lebens­versicherung mit Einmal­beitrags­zahlung. Der Gesamt­betrag der Bestattung wird in einer einzigen Rate eingezahlt. Weil für die Versicherungs­gesell­schaft hierbei kein Risiko entsteht, sammeln sich in dem Versicherungs­vertrag von der ersten Stunde Überschuss­anteile (Zinsen) an.

Wenn Angehörige nicht in der Lage sind, die Bestattungs­kosten zu tragen, können Sie beim Sozial­amt formlos einen Antrag auf Über­nahme der Bestattungs­kosten stellen.

Das Sozialamt prüft zunächst die Einkommens- und Vermögens­verhältnisse aller Angehörigen auf der gleichen Ebene. Stellt also ein Kind eines Verstorbenen einen Antrag auf ein Sozial­begräbnis, müssen die anderen Kinder des Verstorbenen ebenfalls ihre Einkommens- und Vermögens­situation offenlegen. Nur wenn keines der Kinder die Bestattungs­kosten tragen kann, werden diese aus Sozial­hilfe­mitteln über­nommen. Dabei bestimmt das Sozial­amt weder Art noch Ort des Begräbnisses, einzige Auflage ist, dass dieses nach dem Gebot der Spar­sam­keit durchgeführt werden muss.

Wir kennen die Kosten- und Leistungs­sätze des Sozialamtes, helfen im vor­ge­ge­benen Rahmen zu bleiben und informieren recht­zeitig, welche Kosten ggf. von den Angehörigen getragen werden müssen. Auch beim Antrags­verfahrens beraten wir gerne und ausführlich.

Die Rangfolge der bestattungs­pflichtigen Personen steht im Branden­burger Bestattungs­gesetz und lautet wie folgt:

  1. die durch Ehe oder eingetragene Lebens­partner­schaft verbundene Person,
  2. volljährige Kinder,
  3. die Eltern,
  4. volljährige Geschwister,
  5. volljährige Enkelkinder,
  6. Großeltern sowie
  7. die Person, mit der die verstorbene Person in einer auf Dauer angelegten Lebens­gemein­schaft gelebt hat.

Niemand darf Angehörigen vorschreiben, welches Bestattungs­institut sie wählen – egal wo und auf welche Weise der Tod eingetreten ist.

Bei Unfällen, nicht natürlichem Tod oder wenn die Todes­ursache nicht aufgeklärt ist, wird die Polizei ihren Vertrags­bestatter mit der Über­führung des Verstorbenen beauftragen. Dieser Bestatter ist jedoch nur polizei­lich berechtigt, den Verstorbenen vom Sterbe­ort zum Kühl­raum zu über­führen. Dort angekommen ist der polizei­liche Auftrag erfüllt und beendet. Formal gesehen hat der Vertrags­bestatter mit dem Verstorbenen und erst recht mit dessen Angehörigen, nichts zu tun. Die Angehörigen sind also auch nicht ver­pflichtet, diesem Bestatter den Auftrag zur Bestattung zu erteilen. Sie haben jederzeit die freie Wahl der Bestattungs­unter­nehmen. Gleiches gilt auch, wenn Städte oder Gemeinden die Friedhofs­arbeiten an einen bestimmten Bestatter übertragen haben. Durch die Beauftragung eines anderen Bestatters entstehen keine finanziellen Nachteile.

Für alle rechtlichen und finanziellen Angelegen­heiten wird eine Sterbe­urkunde benötigt. Damit wir diese für die Angehörigen beim Standes­amt beantragen können, benötigen wir zunächst den Toten­schein (Beschei­nigung vom Arzt, der den Tod feststellt). Meistens wird uns dieser am Todes­ort ausgehändigt – andernfalls kümmern wir uns darum.

  • Bei Ledigen brauchen wir außerdem die Geburts­urkunde.
  • Bei Verheirateten ist die Heirats­urkunde oder das Stamm­buch erforderlich.
  • Bei Verwitweten benötigen wir zusätzlich zur Heirats­urkunde bzw. zum Stamm­buch die Sterbe­urkunde des bereits verstorbenen Ehepartners.
  • Bei Geschiedenen muss der Heirats­urkunde das Scheidungs­urteil (mit Datum der Rechts­kraft der Scheidung) hinzugefügt werden.

Diese Unterlagen müssen im Original beim Standes­amt vorgelegt werden. Die Bearbeitungs­zeiten der Standes­ämter in der Region schwanken zwischen 1 Stunde und 2 Werktagen.

Eine Sozialbestattung ist die einfachste Form eines Begräb­nisses. Können die Angehörigen die Bestattungs­kosten nicht aufnehmen, können sie form­los eine Kosten­über­nahme beim Sozial­amt beantragen. Sind keine Angehörigen vorhanden, die die Bestattung beauftragen können, kann diese auch durch ein Amt vollzogen werden.

Im Land Brandenburg soll ein Leich­nam innerhalb von 24 Stunden nach Todes­eintritt in eine Leichen­halle oder zum Bestattungs­haus über­führt werden. Die Gesund­heits­behörden weiten diesen Rahmen jedoch auch recht un­büro­kratisch aus. Möchten Angehörige zu Hause noch Abschied nehmen, kümmern wir uns gerne um eine Fristverlängerung.

Ja, selbst wenn der Tod in einem Kranken­haus oder Senioren­heim einge­treten ist, können wir den Verstorbenen zu den Angehörigen nach Hause über­führen und ihn dort zur Verab­schiedung noch einmal aufbahren.

Hier gibt es keine gesetzlichen Einschränkungen. Es liegt im Ermessen der Trauernden, welche Grab- oder Sarg­beigaben sie dem Verstorbenen gegebenen­falls mit auf die letzte Reise geben möchten.

Die Ruhefrist ist die Laufzeit eines Grabes. Sie ist von Friedhof zu Friedhof unter­schied­lich und beträgt je nach Boden­verhält­nissen acht Jahre bis 50 Jahre. Rechtlich gesehen gilt in dieser Zeit das Öffnen der Grab­stelle als Störung der Toten­ruhe. Um eine ein­heit­liche Rechts­grund­lage zu schaffen, wird diese Frist in der Regel auch für Urnen über­nommen. Oft muss die Nutzung des Grabes für die gesamte Ruhe­frist im Voraus bezahlt werden.

In Deutschland besteht ein Friedhofs­zwang der besagt, dass auch die Asche von Verstorbenen grund­sätzlich auf einem Friedhof beigesetzt werden muss. Aus­nahmen bilden hier nur die See­bestattung und die Wald­bestattung. Allerdings gibt es auch bei diesen beiden Bestattungs­arten offiziell festgelegte Areale, in denen die Beisetzung stattzufinden hat.

Ja, in einem sogenannten Bestattungs­vorsorge­vertrag können Wünsche bis ins kleinste Detail festgelegt werden. Wie bei einem Trauer­fall beraten wir zuvor ausführlich, um die verschiedenen Möglich­keiten aufzuzeigen und helfe, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Alleinstehende können mit Vertrauens­personen wie Freunden oder Nachbarn über ihre Bestattungs­wünsche sprechen – oder sie gehen zum Bestatter ihres Vertrauens, um ihren letzten Weg und die Regelung des Nachlasses zu besprechen. Wir besprechen mit dem Vorsorgenden alle Vorstellungen und Wünsche von der Bestattung bis hin zur Wohnungs­auflösung und dokumentieren alles in einem Vertrag, der natürlich erst zur Unterschrift kommt, wenn er Wort für Wort Zustimmung findet. Der Vertrag ist jederzeit kündbar oder wandelbar. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Vorsorgemappe, die Sie hier herunter­laden können.

Verbraucherschützer warnen gerne davor, dass ältere Menschen bei einer Sterbe­geld­versicherung „draufzahlen“. Zwar ist es möglich, dass ältere Menschen nach längeren Beitrags­zahlungs­jahren mehr eingezahlt haben, als im Todes­fall ausgezahlt wird. Denn die Versicherungs­gesell­schaften kalkulieren immer auch das Wagnis und das Risiko in die Prämien ein, welches natur­gemäß bei der Versicherung älterer Menschen höher ist. Andererseits besteht oft schon nach dem ersten Jahres­beitrag der komplette Versicherungs­schutz, ohne dass eine Gesundheits­prüfung erforderlich ist.

Deshalb sind wir der Meinung, dass eine Sterbe­geld­versicherung für viele Menschen immer noch die beste Möglich­keit ist, die Bestattungs­kosten abzusichern und anzusparen.

Die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG, Treuhand­konten an, die nur für den Bestattungs­fall vorgesehen sind. Diese Anlage­form ist sicher vor dem Zugriff von Behörden (wichtiger Aspekt, wenn Sozial­leistungen beantragt werden, weil eine Unter­bringung in einem Alten­heim ansteht). Ein solches Konto ist nur durch die vorsorgende Person selbst kündbar.

Die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG ist eine Service­einrichtung des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e.V. und unter­liegt dem strengen deutschen Aktien­recht. Im Todes­fall wird das Treu­hand­vermögen direkt an den Bestatter zur Erfüllung des Bestattungs­vorsorge­auftrages ausgezahlt.

Eine weitere Möglich­keit der Rücklage ist eine Lebens­versicherung mit Einmal­beitrags­zahlung. Der Gesamt­betrag der Bestattung wird in einer einzigen Rate eingezahlt. Weil für die Versicherungs­gesellschaft hierbei kein Risiko entsteht, sammeln sich in dem Versicherungs­vertrag von der ersten Stunde Überschuss­anteile (Zinsen) an.

Das Patiententestament bekundet eigene Wünsche in Bezug auf medi­zinische Behandlung und Pflege bei schwersten aussichts­losen Erkrankungen, insbesondere in der letzten Lebens­phase. Die Vorsorge­vollmacht bevoll­mächtigt eine Vertrauens­person im Fall der eigenen Entscheidungs- und Handlungs­unfähigkeit stellvertretend rechts­wirksam zu handeln. Die Betreuungs­verfügung benennt eine Vertrauens­person für den Fall, dass wegen einer Entscheidungs- und Handlungs­unfähigkeit das Vormund­schafts­gericht einen Betreuer einsetzt.

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